Das Herzstück des Projekts ist eine intelligente Heizungssteuerung. Mithilfe von Sensoren, digitalen Thermostaten und Fensterkontakten kann jeder Raum individuell geregelt werden. Besonders innovativ: Die Steuerung orientiert sich am hinterlegten Stundenplan der Schule. Räume werden nur dann beheizt, wenn dort tatsächlich Unterricht stattfindet oder eine Nutzung vorgesehen ist. Ist ein Raum leer oder wird an einem Tag nicht genutzt, wird die Heizleistung automatisch reduziert. So wird Energie genau dort eingesetzt, wo sie wirklich gebraucht wird.
Zusätzlich erkennt das System geöffnete Fenster und fährt die Heizungen automatisch herunter. Auch die Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern kann bei der Regelung berücksichtigt werden. Dadurch entsteht ein deutlich effizienterer Gebäudebetrieb als bei herkömmlichen Heizungsanlagen.
Nach aktuellen Berechnungen könnte der Energieverbrauch durch die intelligente Steuerung um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern schont auch wertvolle Ressourcen und reduziert den CO₂-Ausstoß.
Doch das Projekt geht noch einen Schritt weiter. Um das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Energie zu stärken, entwickelten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich einen Grundlagenkurs. Dort lernen andere Jugendliche, wie Energie in Gebäuden genutzt wird, wo Einsparpotenziale liegen und wie moderne Technik dabei helfen kann, Ressourcen zu schonen.
Besonders bemerkenswert ist dabei der offene Ansatz des Projekts. Damit auch andere Schulen von den Erfahrungen profitieren können, stellen die Projektbeteiligten ihre Ergebnisse, Planungen und technischen Unterlagen zur Verfügung. Auf der Homepage der BBS II Wolfsburg können unter anderem Baupläne, technische Konzepte und weitere Informationen kostenlos heruntergeladen werden. Das Projekt soll ausdrücklich Schule machen und andere Bildungseinrichtungen dazu ermutigen, ähnliche Lösungen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz umzusetzen.
Smart Facility Management zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und praktische Bildung zusammenwirken können. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur eine technische Lösung entwickelt, sondern auch gezeigt, wie Schulen in Zukunft intelligenter, effizienter und klimafreundlicher betrieben werden können.
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